Lust auf Gemüse in der Stadt
Urban Gardening-Schaugarten am Schillerplatz in Bamberg

Zwei Frauen bepflanzen Pflanzturm

Lust auf den Gemüseanbau in der Stadt soll ein Projekt der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) machen: In allen bayerischen Regierungsbezirken entstehen Urban Gardening-Demonstrationsgärten.

Standort des Schaugartens in Oberfranken ist das Gelände unseres Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) am Schillerplatz in Bamberg und des unmittelbar angrenzenden Lehrstuhls für Orientalistik der Uni Bamberg.
Das Demonstrations-Projekt will die städtische Bevölkerung erreichen. Zu sehen sind gärtnerische Methoden und Ideen. Auch das ökologische Gärtnern steht im Fokus.
Zudem kann das Projekt die Wertschätzung für die Nahrungsmittelerzeugung und für regionale Produkte wieder stärken.
Passanten und Studenten ansprechen
Den Standort in Bamberg hat die LWG gezielt ausgewählt: Vor allem Passanten und Spaziergänger, die den Fußweg von der Altstadt über den Schillerplatz ins Naherholungsgebiet Hain nutzen, aber auch Studenten sollen auf das Stadtgärtnern aufmerksam werden. Zudem können sich auf der öffentlich zugänglichen Fläche Besucher und Passanten jederzeit über die Anbaumethoden informieren und Inspirationen für den eigenen Garten oder Balkon holen.
Besuchen Sie den Schaugarten!
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg
Schillerplatz 15
96047 Bamberg

Ansicht Standort im BayernAtlas Externer Link

Innovatives Anbauen

Gezeigt wird, wie man auf kleiner Fläche nachhaltig und ressourcenschonend produzieren kann. Im Demonstrationsgarten Bamberg kann man sich über die Themen Mobiles Gärtnern, Hochbeete, Vertikales Gärtnern, Terrabioponik und Hydroponik informieren. Die Biodiversität fördert eine Blühfläche.
Schilder und Wegweiser geben Orientierung
Der gesamte Demonstrationsgarten ist mit Schildern und Wegweisern für die Öffentlichkeit gut ausgeschildert und auf die Zielgruppe vor allem junger Erwachsener angepasst. Jedes Themenfeld hat im Schaugarten eine besondere Wiedererkennung über Icons. Faltblätter zu den Themen können jederzeit mitgenommen werden.
Regional und Bio
Die Pflanzen, die im Rahmen des Projekts zur Verwendung kommen, stammen aus der Produktion der regionalen Gärtnereien im Umkreis. Bei der Direktsaat in die Hochbeete kommt ausschließlich Bio-Saatgut zum Einsatz.

Basis-Module des Demonstrationsgartens

Mobiles Gärtnern
Kisten und Säcke werden mit ausreichend Substrat befüllt. Diese Systeme sind beim Urban Gardening besonders wichtig, da Flächen oft nur temporär verfügbar sind. Unterschiedlichste Garten- und Küchenkräuter bieten sich für die Kultur in Kisten, Säcken, Kübeln und Balkonkästen an.
Hochbeete
Sowohl das klassische Hochbeet aus Holz als auch die mobile Hochbeet-Variante auf Paletten gibt es im Schaugarten zu sehen. Die komfortable Arbeitshöhe der Beete macht das Gärtnern in der Stadt besonders angenehm. Dabei werden auch unterschiedliche Bewässerungssysteme ausprobiert.
Vertikales Gärtnern
Wenn auf kleinem Raum viel angebaut werden soll, bieten vertikale Systeme neue Möglichkeiten. Neben frei stehenden Bauweisen gibt es auch Begrünungen für die Wand. Sehr interessant ist ein Pflanzturm aus Kokosfasermatten. Hier wächst besonders viel Gemüse auf wenig Raum.
Hydroponik – leckerer Salataus dem Wasserbeet
Unter Hydroponik versteht man den Anbau von Pflanzen, die weitgehend ohne Erdsubstrate auskommen. Im Demonstrationsgarten zeigen wir die sogenannte "Deep Water Culture", bei der Salate, Kräuter und Gemüse in einer Art Wasserbeet heranwachsen. Für eine Durchmischung der Nährstoffe und ausreichend Sauerstoff sorgt eine Aquariumpumpe. Dieses erdungebundene Anbauverfahren eignet sich besonders für Pflanzen mit einem kurzen Wachstumszyklus wie zum Beispiel Salate und Kräuter.
Terrabioponik
Das System besteht aus mehreren Pflanzwannen, einem Wurmkompost und einem Wassertank. Alle Komponenten sind durch einen Wasser- und Nährstoffkreislauf miteinander verbunden.
Die Pflanzen in Terrabioponik-Gartensystemen wachsen natürlich in Erde (terra) und zusätzlich in einer organischen Nährlösung (ponik). Die Nährstoffe werden im eingebauten Wurmkompost direkt aus den eigenen Bioabfällen gewonnen (bio).

Eindrücke der Eröffnungsveranstaltung vom 11.06.2020

Weitere Informationen zu den Demonstrationsgärten