Mechanische Unkrautregulierung im Mais praxisnah vorgestellt

Wie lässt sich der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren und welche Möglichkeiten bietet die mechanische Unkrautbekämpfung im Mais? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein Feldtag des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Bamberg im Juni 2026 auf dem Demobetrieb Galster in Gosberg.

Die Demoanlage verfolgt das Ziel, verschiedene Verfahren der mechanischen Unkrautregulierung sowie Möglichkeiten zur Pflanzenschutzmittelreduktion unter Praxisbedingungen zu vergleichen.

Gerade auf nährstoffreichen Standorten mit guter Wasserversorgung stellt die Unkrautregulierung eine besondere Herausforderung dar. Sowohl mechanische als auch chemisch-synthetische Verfahren erfordern eine standortangepasste Strategie.
Nach der Begrüßung durch Toni Körber stellte Julian Schmitt den Versuchsaufbau vor. Betriebsleiter Dominik Galster erläuterte die bisher auf der Fläche durchgeführten Maßnahmen. Anschließend wurden die standorttypischen Unkräuter und die bereits erfolgten Maßnahmen in den einzelnen Parzellen bewertet.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Vorführungen von Striegel, Scharhacke und Rollhacke.
Martin Schmitt demonstrierte den Einsatz des Striegels und erläuterte die Anforderungen an Einstellung und Anwendungstechnik. Die Scharhacke der Firma Schmotzer Hacktechnik, die seit 2019 zur Amazone-Unternehmensgruppe gehört, wurde von Andreas Ziaja von Amazone Hacktechnik vorgestellt. Die Vorführung der Rollhacke übernahm Stephan Ohlmeyer von der Firma Pöttinger. Die Referenten erläuterten die jeweiligen Einsatzmöglichkeiten der Geräte und bewerteten gemeinsam mit den Teilnehmenden die Arbeitsergebnisse.
Deutlich wurde, dass insbesondere der richtige Einsatzzeitpunkt, die Fahrgeschwindigkeit und die Anpassung an Kulturstadium, Unkrautentwicklung und Bodenzustand über den Erfolg der mechanischen Unkrautbekämpfung entscheiden.
Ergänzend wurde die Rolle des chemischen Pflanzenschutzes im integrierten Pflanzenbau dargestellt. Auf der Demofläche wurden hierzu Parzellen mit reduzierter sowie betriebsüblicher Herbizidaufwandmenge angelegt, um die verschiedenen Verfahren miteinander vergleichen zu können. Entscheidend für eine erfolgreiche Unkrautregulierung bleibt die genaue Kenntnis der standorttypischen Leitunkräuter und die Wahl einer an die Bedingungen angepassten Strategie.
Zum Abschluss dankten Toni Körber und Julian Schmitt der Familie Galster für die Bereitstellung der Versuchsflächen sowie allen Beteiligten für die Unterstützung bei der Durchführung des Feldtages. Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die praktische Umsetzung unterschiedlicher Verfahren zur Unkrautregulierung im Mais.